Schöpfung verschiedener Religionen
Die Schöpfungsgeschichte klingt in verschiedenen Religionen ganz unterschiedlich. Sie wird immer wieder anders interpretiert, aber immer sehr interessant und bildhaft. Die Schöpfungsgeschichte, wie sie in der Bibel erzählt wird, ist uns allen ein Begriff. Den Mythos der Schöpfung finden wir in vielen Kulturen und alle beantworten gekonnt die Frage nach der Herkunft der Menschen, der Gottheiten und der Welt.
Zarathustra
Der Mythos der Zarathustra beschreibt, wie die höchste Gottheit namens Ahure Mazda den Himmel geschaffen hat, indem sie einen tiefen Atemzug gehaucht hat. Der Himmel hatte die Form von einem Ei und aus ihm entstand zunächst das Leben und am Schluss der Mensch. Bereits vor dem Leben haben sich Wasser und Erde gebildet. Die Griechen folgen der Theorie, dass am Anfang der Welt Chaos geherrscht hat. Aus diesem Chaos sind Gaia und Eros entstanden. Deren Bedeutung kann auch dem Stammbaum der griechischen Götter entnommen werden.
Das Christentum
Die Schöpfungsgeschichte des Christentums, in der Gott die Welt schuf ist weithin bekannt. Es ist aber auch von einer zweiten Geschichte die Rede. Die Geschichten haben die gleiche grundlegenden Gedanken, weichen aber voneinander ab. In der Philosophie wird es ein wenig komplizierter. Hier werden Grundprobleme erörtert. War die Welt schon immer da oder wurde sie erschaffen? Hat Gott die Welt nur erschaffen oder ist er begleitend weiterhin bei uns? Hat Gott alles neu erschaffen oder gab es etwas vor der Schöpfung? Gleichen sich Schöpfung und Schöpfer? Welches Ziel verfolgt die Schöpfung, wenn es sie gibt. Philosophie und Theologie haben eine Wechselwirkung aufeinander. Eine Menge Fragen, die Philosophen schon immer beschäftigt haben. Die Physiker betrachten die Entstehung der Welt etwas nüchterner. Die Astronomie hat früh einige Erklärungen geliefert und durch andere wissenschaftliche Entdeckungen kam es dann so um 1970 dazu, dass die Urknall-Theorie ihre Anfänge fand. Die Wissenschaftler stoßen auf diesem Gebiet an ihre Grenzen und die übt wiederum einen besonderen Reiz auf sie aus.